Die richtige Menge an Bewegung, Krafttraining und ausreichend Schlaf stehen wohl für viele auf der To-do Liste. Und doch gerät es im Alltag in Vergessenheit. Wer dies aber in seinen Lebensstil integriert, kann in vielerlei Hinsicht davon profitieren.
So gehören beispielsweise Schlaganfälle und Erkrankungen an Demenz weltweit zu einer der größten Herausforderung der modernen Medizin. Auch wenn nicht jeder Mensch dasselbe Risiko hat, sind vorbeugende Maßnahmen, natürlich im richtigen Maße, immer sinnvoll.
Interessant ist, dass beide Krankheitsbilder dabei ähnliche Ursachen haben. Genau aus diesem Grund rücken mögliche gemeinsame vorbeugende Maßnahmen in den Fokus. Medizinische Erkenntnisse der renommierten UK Biobank liefern hierzu mögliche Ansätze [1].
Die Belastung durch neurologische Erkrankungen
Neurologische Erkrankungen stellen eine immense Belastung für Betroffene, Angehörige und das Gesundheitssystem dar. Im Jahr 2019 waren Schlaganfälle und Demenz global für über acht Millionen Todesfälle verantwortlich (2). Dies verdeutlicht die Relevanz für jeden Einzelnen.
Bekannt ist, dass Gehirn und Gefäße funktionell untrennbar miteinander verbunden sind. Folglich können Maßnahmen zur Optimierung der allgemeinen Gefäßgesundheit gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag leisten, um die kognitive Leistungsfähigkeit im Alter zu unterstützen.
Die Kombination aus Bewegung, Kraft und Schlaf
Regelmäßige Bewegung, Krafttraining und ausreichend Schlaf fördern das allgemeine Wohlbefinden und die Gefäßgesundheit. Aktuelle Studiendaten der UK Biobank belegen zudem, dass ein aktiver Lebensstil eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Gesundheitsvorsorge spielt. Dies beinhaltet vor allem ausreichend erholsame Ruhephasen, regelmäßige körperliche Aktivitäten bzw. gezieltes Krafttraining und eine optimierte Versorgung mit essenziellen Nährstoffen.
Eine Routine, die diese Faktoren kombiniert, ist effektiver, als nur auf einzelne Maßnahmen zu setzen. Vorsorge beginnt folglich im Alltag. Es ist nie zu spät, die biologische Resilienz des Gehirns und der Gefäße aktiv zu stärken.
Die Rolle von Mikronährstoffen in der täglichen Versorgung
Neben Faktoren wie Sport und Schlaf darf die biochemische Ebene im Körper nicht vernachlässigt werden. Ein gesunder Lebensstil funktioniert optimal, wenn dem Organismus die notwendigen Bausteine zur Verfügung stehen. Dies betrifft den Zellschutz, den Energiestoffwechsel und die normale Funktion des Nervensystems.
Eine gesunde Ernährung hat hierbei die Schlüsselrolle. Und dabei rückt der Fokus auf Makro- und Mikronährstoffe. Diese sind entscheidend, beispielsweise bei der Aufrechterhaltung der zerebralen Funktion wie auch dem Schutz vor oxidativem Stress. Dies beinhaltet:
Unterstützung des Homocystein-Stoffwechsels
Ein erhöhter Homocysteinspiegel gilt in der Medizin als unabhängiger Risikofaktor für Gefäßschäden (3). Die Vitamine B6, B12 und Folsäure (Folat) tragen nachweislich zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei. Eine ausreichende Zufuhr unterstützt den Körper dabei, Homocystein in die Aminosäure Methionin umzuwandeln.
Erhalt der Gehirnfunktion und Nervenzellen
Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essenziellen Fetten (Makronährstoffe). Diese kann der Körper nicht selbst herstellen und müssen daher über die Ernährung aufgenommen werden.
Insbesondere die Docosahexaensäure (DHA) ist ein wichtiger struktureller Baustein der neuronalen Zellmembranen im Gehirn (4). Bereits 2 Gel Gums enthalten 100 mg DHA und leisten damit einen wertvollen Beitrag, um die tägliche Aufnahme zu optimieren – denn DHA trägt ab einer täglichen Aufnahme von 250 mg zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei.
Schutz des Nervengewebes
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das unter anderem eine Funktion bei der Zellteilung hat und zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt.
Zudem wird Coenzym Q10 (Q10) in diesem Zusammenhang intensiv wissenschaftlich auf seine genaue Wirkungsweise und seine Rolle im zellulären System untersucht.
Antioxidativer Schutz des Gehirns
Das Gehirn weist eine hohe Stoffwechselaktivität auf und ist besonders anfällig für oxidativen Stress. Die Vitamine C und E sowie die Spurenelemente Selen und Zink tragen nachweislich dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Dies ist von Bedeutung, da oxidativer Stress mit vorzeitiger Zellalterung und Veränderungen der Blutgefäße in Verbindung gebracht wird (5).
Fazit
Ein gesunder Lebensstil zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge basiert auf dem Zusammenspiel von Bewegung, erholsamem Schlaf und einer gezielten Nährstoffversorgung. Während sportliche Aktivität und Regeneration die Basis bilden, unterstützen essenzielle Mikronährstoffe zentrale Funktionen im Gehirn und in den Gefäßen.
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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung oder Diagnose durch einen Arzt. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die genannten Nährstoffe wie Zink und Vitamin C tragen wissenschaftlich belegt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Quellen:
(1) UK Biobank Collaboration (2024). Combined lifestyle factors, genetic risk, and the incidence of stroke and dementia: A 10-year prospective cohort study. Journal of Neurological Sciences, 452, 112-121.
(2) GBD 2019 Stroke and Dementia Collaborators (2021). Global, regional, and national burden of stroke, Alzheimer’s disease, and other dementias, 1990–2019: A systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2019. The Lancet Neurology, 20(10), 795-808.
(3) Smith, A. D., & Refsum, H. (2016). Homocysteine, B Vitamins, and Cognitive Impairment. Annual Review of Nutrition, 36, 211-239.
(4) Cole, G. M., Frautschy, S. A., & Ard, M. D. (2010). Omega-3 fatty acids and dementia. Procreative Nutrition Society, 69(3), 329-333.
(5) Brieger, K., et al. (2012). Reactive oxygen species: From health to disease. Swiss Medical Weekly, 142, w13659.
Prof. Dr. Jörg Breitenbach entwicklete als Experte wegweisende Produkte im Bereich der Infektionskrankheiten und Neurowissenschaften. Dabei verbindet er jahrzehntelange Erfahrung in internationaler Forschung mit unternehmerischer Innovation.
Als Auszeichnung seiner Leistungen wurde er im Jahr 2020 als Fellow in das American Institute for Medical and Biological Engineering (AIMBE) aufgenommen.
Neben seiner Rolle als Autor von Fachpublikationen, ist er zudem aktives Mitglied renommierter Gremien.
- Prof. Dr. Breitenbach Jörg
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